{"id":224,"date":"2015-11-21T15:27:48","date_gmt":"2015-11-21T14:27:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claus-claussen.de\/?page_id=224"},"modified":"2015-12-03T20:43:46","modified_gmt":"2015-12-03T19:43:46","slug":"faehre-ab-1861","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.claus-claussen.de\/index.php\/erfdebargen\/faehre-ab-1861\/","title":{"rendered":"F\u00e4hre ab 1828"},"content":{"rendered":"<p>III. Kapitel 1828 \u2013 1961<\/p>\n<p>Nach vielen Vorarbeiten, Diskussionen und h\u00e4ufig auch heftigem Streit wird der F\u00e4hrweg im zweiten Halbjahr 1828 verlegt. Am 20. November 1828 wird dar\u00fcber Bericht erstattet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/verlegungfaehrweg.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-206\" src=\"https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/verlegungfaehrweg-300x190.jpg\" alt=\"verlegungfaehrweg\" width=\"511\" height=\"323\" srcset=\"https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/verlegungfaehrweg-300x190.jpg 300w, https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/verlegungfaehrweg-1024x648.jpg 1024w, https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/verlegungfaehrweg-237x150.jpg 237w, https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/verlegungfaehrweg-150x95.jpg 150w, https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/verlegungfaehrweg.jpg 1109w\" sizes=\"auto, (max-width: 511px) 100vw, 511px\" \/><\/a><\/p>\n<p>An das K\u00f6niglich H\u00fcttener Amtshaus<\/p>\n<p>Gehorsamst berichtliche Anzeige der Stapelholmer Landvogtei, hinsichtlich der geschehenen Verlegung der F\u00e4hrstelle zu Bargen.<\/p>\n<p>Erfordert den 17. Nov; erhalten den 18. \u2026. erstattet S\u00fcderstapel den 20. Nov. 1828.<\/p>\n<p>siehe dazu Karte \u00fcber die F\u00e4hrwege<\/p>\n<p>In dem Bericht hei\u00dft es, dass die Verlegung vom Bargener Au\u00dfendeich in die S\u00fcdermarsch hinein &#8222;nunmehro bewerkstelligt,\u00a0\u00a0 auch der Steindamm auf beiden Seiten des Stromes von dem F\u00e4hrp\u00e4chter Rahn v\u00f6llig gut hingelegt und von dem demselben ein neuer, gro\u00dfer und starker F\u00e4hrprahm nebst zweier neuer Schlepptaue angeschafft und auf dem Strome gelegt sind&#8220;.<\/p>\n<p>Der Bericht endet mit dem Hinweis, dass der bisherige &#8222;Zeitp\u00e4chter Johann Jochim Rahn der Ertheilung einer, k\u00fcnftig seinem Hause realiter a\u2026 \u00a0(beigelegten,cc) Erbpachts-Concession abseiten der hohen Generalpostdirektion baldigst entgegen sehen d\u00fcrfen&#8220;.<\/p>\n<p>Die Wohnung des F\u00e4hrp\u00e4chters liegt jetzt &#8222;zur F\u00e4hre ganz gelegen\u2026., indem er fast nicht von seinem Stuhle in der Stube aufsehen kann, ohne die von jenseits ankommenden sogleich gewahr zu werden und die diesseitigen seinem Hause so nah vorbei m\u00fcssten, dass sie nur den Arm ausstrecken und ans Fenster klopfen k\u00f6nnen&#8220;.<\/p>\n<p>Wie der neu angeschaffte F\u00e4hrprahm ausgesehen haben k\u00f6nnte, verdeutlicht eine Zeichnung aus dem Jahre \u00a01840 &#8220; Zeichnung zu einem F\u00e4hrprahm f\u00fcr eine Eider-F\u00e4hrstelle&#8220;. Hier wird der Unterschied zu dem Vorg\u00e4ngerkahn mit den Kehlb\u00e4umen und den ins Boot springenden Pferden sehr deutlich.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/faehrprahm18401.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-217\" src=\"https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/faehrprahm18401-300x221.jpg\" alt=\"faehrprahm1840\" width=\"586\" height=\"431\" srcset=\"https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/faehrprahm18401-300x221.jpg 300w, https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/faehrprahm18401-204x150.jpg 204w, https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/faehrprahm18401-150x111.jpg 150w, https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/faehrprahm18401.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 586px) 100vw, 586px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am 13. M\u00e4rz 1830 erh\u00e4lt J.J. Rahn von K\u00f6nig Friedr\u00edch VI. &#8220; eine Concession auf die auschlie\u00dfliche F\u00e4hrgerechtigkeit zu Bargen, in der Weise, dass solche seinem von ihm bewohnten Hause realiter beigelegt worden&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Johann Jochim (auch Joachim) Rahn und der schleswig-holsteinische &#8222;Aufruhr&#8220; 1848-1850<\/strong><\/p>\n<p>Wir haben erw\u00e4hnt, dass J.J. Rahn 1824 die Frau seines verstorbenen Bruders geheiratet hatte.<\/p>\n<p>Aus ihrer ersten Ehe gab es drei m\u00e4nnliche Kinder, Asmus Rahn (geb. 12.12.1817), Hans Jochim Rahn (geb. 03.09.1819) und Johann Rahn (geb. 15.01.1822). In der zweiten Ehe gab es weitere Kinder, von denen der am 19.05.1833 geborene J\u00fcrgen Rahn f\u00fcr uns von Bedeutung ist.<\/p>\n<p>Zu Danebrogsmann (1838) \u00a0und die Ursache f\u00fcr die Verleihung (Rettung eines Kaufmanns aus Braunschweig) siehe Chronik &#8211; Bargen\/Erfde. Bei den dort erw\u00e4hnten Hans Holm Eggers vielleicht RIN 584 (01.02.1784 \u2013 25.07.1864 Schiffer in Bargen, stammt aus Tielen).<\/p>\n<p>Zur schleswig-holsteinischen Erhebung siehe die einschl\u00e4gige Literatur, z.B. Brandt, Hansen usw.<\/p>\n<p>Am 03. April 1849 K\u00fcndigung des Waffenstillstandes;\u00a0 daraufhin aus vielen Orten Resolutionen mit drei Forderungen an die &#8222;Hohe konstituierende Landesversammlung Schleswig-Holsteins&#8220;.<\/p>\n<p>Am 17. Mai 1849 beschlie\u00dfen auch die Bargener eine Resolution (erhalten im LAS in einer Abschrift). Es unterschreiben als erster der damalige Lehrer in Bargen, S\u00f6nnichsen, es folgt an 2. Stelle J. Rahn, danach weitere 26 Personen aus Bargen (darunter neben J. Rahn\u00a0 ein Hans Rahn, Hinrich Rahn, P (eter) Rahn und noch J (\u00fcrgen) Rahn ). Entscheidend ist, dass J.J. Rahn an 2. Stelle unterschreibt \u2013 vor allen anderen &#8222;hochgestellten&#8220; Personen in Bargen wie z.B. den Stavenern.<\/p>\n<p>( Einschub: Die anderen Rahns sind wohl wesentlich Kinder von Peter Rahn (geb. 01.11.1756 in Meggerkoog), der zweit\u00e4lteste Sohn von J\u00fcrgen Rahn, der erste Rahn-F\u00e4hrmann in Bargen.\u00a0Begr\u00fcndet eine Schiffer-Familie in Bargen.)<\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/unterschriften18491.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-218\" src=\"https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/unterschriften18491-300x214.jpg\" alt=\"unterschriften1849\" width=\"573\" height=\"409\" srcset=\"https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/unterschriften18491-300x214.jpg 300w, https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/unterschriften18491-1024x731.jpg 1024w, https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/unterschriften18491-210x150.jpg 210w, https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/unterschriften18491-150x107.jpg 150w, https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/unterschriften18491.jpg 1434w\" sizes=\"auto, (max-width: 573px) 100vw, 573px\" \/><\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Unterschriften unter die Resolution<\/em><\/p>\n<p>Mit der Beschie\u00dfung und dem vergeblichen Versuch der Erst\u00fcrmung Friedrichstadts vom 29.09. \u2013 04.10.1850 fand der erste Krieg um Schleswig-Holstein seinen\u00a0 unr\u00fchmlichen Abschluss. Auch Bargen war an dieser Kampfhandlung unmittelbar beteiligt.<\/p>\n<p><strong>Pontonbr\u00fccke \u00fcber die Eider bei Bargen 1850<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/pontonbruecke.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-220\" src=\"https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/pontonbruecke-300x212.jpg\" alt=\"pontonbruecke\" width=\"709\" height=\"501\" srcset=\"https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/pontonbruecke-300x212.jpg 300w, https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/pontonbruecke-213x150.jpg 213w, https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/pontonbruecke-150x106.jpg 150w, https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/pontonbruecke.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Diese Zeichnung stammt aus dem Jahre 1850 (Ma\u00dfstab etwa 1:1000). Sie zeigt die F\u00e4hre bei Bargen und eine Schiffsbr\u00fccke, die von Pionieren aus Delve erbaut wurde. Die Br\u00fccke ist im Zusammenhang mit dem Versuch der schleswig-holsteinischen Truppen, Friedrichsstadt von den D\u00e4nen zur\u00fcck zu erobern, zu sehen.<\/p>\n<p>Hier einige Ausz\u00fcge aus dem Buch:\u00a0Operationen der Schleswig-Holsteinischen Truppen in der Landschaft Stapelholm und der Sturm auf Friedrichstadt. Kiel 1852<\/p>\n<p>S. 12 &#8220; <strong>Zur Sicherstellung der Communication mit Holstein, dem s\u00fcdlichen Eiderufer, mu\u00dften daher bei Bargen eine Schiffbr\u00fccke f\u00fcr die Truppen der Meggerdorfer-Erfder Stellung und F\u00e4hren bei S\u00fcderstapel f\u00fcr die Truppen des Eilandes von Norderstapel dienen.&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>__________________________<\/p>\n<p>&#8222;<strong>Bei einem Recognoscierungs-Ritt brachte ich in Erfahrung, da\u00df in Delve ein Commando von Pionieren mit zwei Offizieren sich aufhalten, um eine Schiffbr\u00fccke\u00a0 \u00fcber die Eider zuschlagen&#8230;. Im vorliegenden Falle ist &#8230; die Einrichtung einer Schiffbr\u00fccke sowohl bei Bargen als bei S\u00fcderstapel notwendig.&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Erfde, den 22. Sept. 1850<\/p>\n<p>v. Gagern, Oberstleutnant und Brigade-Commandeur<\/p>\n<p>__________________________<\/p>\n<p><strong>&#8222;&#8230; Das Magazin f\u00fcr s\u00e4mtliche Truppentheile ist in Delve; das 4te Infanterie-Bataillon hat dahin sowie nach Bargen zur Bewachung der Schiffbr\u00fccke sogleich Commando`s zu entsenden.&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Rendsburg, 25. Sept. 1850<\/p>\n<p>v. Willisen, kommandierender General<\/p>\n<p>__________________________<\/p>\n<p>Nachdem der Sturm auf Friedrichsstadt gescheitert war:<\/p>\n<p><strong>&#8222;&#8230; Die Br\u00fccke Bargen bleibt liegen und ist im schlimmsten Falle Ihr R\u00fcckzug&#8230;&#8220;<\/strong><\/p>\n<ol start=\"9\">\n<li>Okt. 1850, v. Willisen<\/li>\n<\/ol>\n<p>__________________________<\/p>\n<p>Seit dem 01.02.1852 waren beide Herzogt\u00fcmer wieder in d\u00e4nischem Besitz. Es wurden die bekannten Zwangsmittel angewendet; zahlreiche Beamte und Geistliche, die politisch missliebig waren, wurden entlassen und durch einheimische D\u00e4nenfreunde ersetzt.<\/p>\n<p>Dies musste auch J.J. Rahn in seiner Funktion als F\u00e4hrp\u00e4chter treffen; er war bestrebt,\u00a0 die F\u00e4hrpacht in seiner Familie zu halten.\u00a0 Durch seine Beteiligung am &#8222;Aufruhr&#8220; \u2013 allein schon durch die R\u00fcckgabe des Danebrogsordens \u2013 war seine Situation unhaltbar geworden.<\/p>\n<p>Diese Situation spiegelt sich in der Aktenlage wieder.<\/p>\n<p>Am 20. September 1852 schreibt das &#8222;H\u00fcttener Amtshaus von Gottorf&#8220; nach Kopenhagen; es geht dabei um das politische Verhalten der P\u00e4chter unserer F\u00e4hren in Bargen und S\u00fcderstapel :&#8220;\u2026 Was dagegen den F\u00e4hrp\u00e4chter Rahn zu Bargen betrifft, so hat derselbe allerdings einen th\u00e4tigen Anteil am Aufruhr gehabt und seine feindselige Gesinnung vollkommen an den Tag gelegt. Es wird aber bemerkt, dass derselbe seine Stelle verkauft und jetzt um \u00dcbertragung derselben an den K\u00e4ufer nachgesucht hat&#8220;.<\/p>\n<p>Was war geschehen? Am 10. August 1852\u00a0 \u00fcbertr\u00e4gt (bzw. verkauft auch das Haus)\u00a0 Johann Jochim Rahn die auf seinem Hause liegende F\u00e4hrgerechtigkeit an seinen Stiefsohn Hans Jochim Rahn, weil er wohl bef\u00fcrchtet, dass die F\u00e4hrgerechtigkeit ihm entzogen wird. Am 02. Juli 1855 schlie\u00dft Hans Jochim Rahn mit seinem Stiefbruder J\u00fcrgen Rahn einen Kaufkontrakt.\u00a0Daraufhin sucht dieser bei der Stapelholmer Landvogtei um Best\u00e4tigung des seinem Hause realiter beigelegten F\u00e4hrgerechtigkeit nach. (Einschub: Der \u00e4lteste Stiefsohn Asmus Rahn verzichtet auf sein Erbe; er geht nach Wolde ).<\/p>\n<p>In einem Schreiben vom Oktober 1855 wird wegen des politischen Verhaltens sowohl von Johann Jochim Rahn als auch von Hans Jochim Rahn empfohlen, &#8222;dass unter diesen Umst\u00e4nden eine vorg\u00e4ngige Konfirmation der bewegten (?) F\u00e4hrgerechtigkeit auf die vorgenannten Johann Jochim Rahn und Hans Jochim Rahn nicht von mir empfohlen werden kann &#8222;.<\/p>\n<p>In einer anderen Akte steht es noch genauer \u2013 aus der Sicht von J\u00fcrgen Rahn:<\/p>\n<p>\u201eIm Jahre 1852 hat mein Vater die Kathenstelle sowie die F\u00e4hrgerechtigkeit an meinen Halbbruder Hans Jochim Rahn verkauft und \u00fcbertragen, indem mein \u00e4lterer Halbbruder Asmus Rahn zu Wohlde auf das ihm zustehende N\u00e4herrecht an der \u00fcberlassenen Stelle verzichtet\u201c.<\/p>\n<p>\u201eMein Halbbruder Hans J. Rahn hat nun in Gem\u00e4\u00dfigkeit des unterm 2.Juli 1855 errichteten Contrakts die Kathenstelle und die ihm damit realiter verbundene F\u00e4hre auf mich (gemeint ist J\u00fcrgen Rahn), wieder verkauft und \u00fcbertragen\u2026\u201c.<\/p>\n<p>\u201eDer Landeschreiber meldet: 1. Da\u00df Johann Jochim Rahn an dem Aufruhr durch Einsendung des ihm verliehenen Ehrenzeichens der Dannebrogsm\u00e4nner\u2026. in hervorragender Weise sich beteiligt hat. 2. dass Hans Jochim Rahn abgesehen davon, dass derselbe sich gleichfalls an dem Aufruhr betheiligt hat, jetzt nach Amerika ausgewandert ist.\u201c<\/p>\n<p>J\u00fcrgen Rahn: am 16. September 1855\u00a0 in 74\/84 \u201eDie Bargener F\u00e4hre, welche schon mein Urgro\u00dfvater besessen, ist fr\u00fcher in Zeitpacht gewesen. Diese F\u00e4hre ist jetzt von Sohn auf Sohn gegangen\u2026.\u201c<\/p>\n<p><strong>Also: Die beiden ( Johann Jochim Rahn und Hans Jochim Rahn)\u00a0 haben Haus und die damit verbundene F\u00e4hrgerechtigkeit\u00a0 nicht freiwillig abgegeben. Sie waren dazu gezwungen, der J\u00fcrgen war der einzige, der nicht am Aufruhr beteiligt war. An den haben sie letzten Endes alles \u00fcbertragen, damit die F\u00e4hre in der Familie blieb. Nat\u00fcrlich blieb Johann Jochim inoffiziell der F\u00e4hrpachter.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bei der Volksz\u00e4hlung 1860 wird dies aus den Unterlagen ersichtlich. Johann Jochim Rahn bezeichnet sich als sogar offiziell als Landwirt und F\u00e4hrp\u00e4chter. Sein Sohn ist der F\u00e4hrmann.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/vz1860.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-221\" src=\"https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/vz1860-300x73.jpg\" alt=\"OLYMPUS DIGITAL CAMERA\" width=\"755\" height=\"184\" srcset=\"https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/vz1860-300x73.jpg 300w, https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/vz1860-250x61.jpg 250w, https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/vz1860-150x37.jpg 150w, https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/vz1860.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 755px) 100vw, 755px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Johann Jochim Rahn stirbt am 04. April 1875. Sein Grabstein befindet sich auf dem alten Friedhof an der Kirche mit einer Besonderheit: Als Geburtsdatum ist eingetragen 10.1.1789. Dieses Datum ist falsch, es muss hei\u00dfen 10.1.1798. (Ein typischer Zahlendreher).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/grabsteinrahn.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-196\" src=\"https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/grabsteinrahn-300x227.jpg\" alt=\"grabsteinrahn\" width=\"591\" height=\"447\" srcset=\"https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/grabsteinrahn-300x227.jpg 300w, https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/grabsteinrahn-198x150.jpg 198w, https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/grabsteinrahn-150x114.jpg 150w, https:\/\/www.claus-claussen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/grabsteinrahn.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 591px) 100vw, 591px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sein Stiefsohn Hans Jochim Rahn wandert, wie oben von seinem Halbbruder geschildert, nach Amerika aus.<\/p>\n<p>(Nachkommen von Hans Jochim Rahn kl\u00e4ren: 1886 heiratet eine im August 1857\/1858 geb. Catharina (Christina) Rahn einen Claus D\u00fchr (geb. 30.09.1862) \u2013 er stammt v\u00e4terlicherseits aus Tielen. Ist C. Rahn vielleicht eine Tochter von Hans Jochim Rahn?).<\/p>\n<p>Nach unseren Unterlagen (unvollst\u00e4ndig): J\u00fcrgen Rahn (1833 geb.) ist der vorletzte Rahn-F\u00e4hrmann. ( Danach noch ein Johann Joachim Rahn \u2013 s. Chronik S.541. Johann Rahn tritt 1888 in die Gilde ein.). Er hat eine Tochter Engel \u2013 sie heiratet den Stavener Hans Volkers aus Scheppern.\u00a0Sie stirbt am 26.07. 1944.<\/p>\n<p>1902 kauft Hinrich Hinrichs die F\u00e4hre (und Haus) f\u00fcr 20.000 Goldmark von der Familie Rahn.\u00a0 Hinrich Hinrichs (geb. 16.06.1878) \u00a0ist der j\u00fcngste Sohn des Staveners (Stave1) Hinrich Hinrichs ( 25.07. 1844 \u2013 20.02.1878).<\/p>\n<p>Am 28.07.1904 schreibt der K\u00f6nigliche Wasserbauinspektor an den F\u00e4hrp\u00e4chter Hinrichs, dass der F\u00e4hrbetrieb auch nachts aufrecht zu erhalten ist. Zur Not solle er einen zweiten F\u00e4hrknecht einstellen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>III. Kapitel 1828 \u2013 1961 Nach vielen Vorarbeiten, Diskussionen und h\u00e4ufig auch heftigem Streit wird der F\u00e4hrweg im zweiten Halbjahr 1828 verlegt. Am 20. November 1828 wird dar\u00fcber Bericht erstattet. An das K\u00f6niglich H\u00fcttener Amtshaus Gehorsamst berichtliche Anzeige der Stapelholmer Landvogtei, hinsichtlich der geschehenen Verlegung der F\u00e4hrstelle zu Bargen. Erfordert\u2026<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/www.claus-claussen.de\/index.php\/erfdebargen\/faehre-ab-1861\/\"><span>weiterlesen<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":315,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-224","page","type-page","status-publish","hentry","gallery-content-unit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.claus-claussen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/224","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.claus-claussen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.claus-claussen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claus-claussen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claus-claussen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=224"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.claus-claussen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/224\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":226,"href":"https:\/\/www.claus-claussen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/224\/revisions\/226"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.claus-claussen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/315"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.claus-claussen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=224"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}